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Montag, 13. Juli 2009
Samstag, 11. Juli 2009
Hic Rhodus, hic salta....!
Anders als in dem schoenen Zitat aus meiner Vergangenheit als fleissige Lateinschuelerin beudeutet Salta nicht "spring", sondern kommt aus der Sprache der Ureinwohner dieser Region und heisst eigentlich Saca (la muy linda - die besonders schoene). Salta - dort befinde ich mich nun seit ein paar Tagen - ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region hier im Nordenwesten Argentiniens. Knapp ne halbe Million Salteñas leben hier und das beruehmteste Kind der Stadt ist General Belgrano, der im Unabhaenigkeitskrieg gegen die Spanier erfolgreich den Saebel geschwungen hat (oder die Pistole hat knallen lassen, oder womit auch immer die damals so gekaempft haben). Gestern, am 09.07., war uebrigens Unabhaenigkeitstag.
Hier hab ich auch Claire wiedergetroffen, eine Irin, die ich in BA kennen gelernt habe und der ich auch in Cordoba wieder ueber den Weg gelaufen bin. Wir haben beschlossen, da wir so ziemlich dieselben Ziele haben, zusammen zu reisen.
Mir wurde Salta als besonders schoen empfohlen, was sie auch ist. Kirchen findet man hier wieder zu Hauf, ich hab mich am Tag meiner Ankunft auf die Besichtigung der Kathedrale begnuegt und bin son bisschen durch die Gegend geschlendert. Claire und ich sind dann noch mit soner Gonbdelbahn hoch auf nen Berg von dem man auf die Stadt runter gucken kann. Kaeffchen gabs auch noch und ne Lagebesprechung. Wir haben beschlossen, treken zu gehen, was wir nach dem Einholen einiger Kostenvoranschlaege und viel Rumrennerei am zweiten Tag, als zu teuer abgetan haben. Ueberhaupt haben wir ziemlich oft unsere Plaene geaendert, was auch den Tag unserer Abreise beinhaltet hat. Viel hin und her. Nun ja, letzten Endes werden wir erst am Sonntag Richtung Chile weiter reisen.

Wir haben uns fuer Touren entschieden, die man hier in der Region machen kann. Am ersten Tag ging es nach Cachi - also Richtung Anden. Wir sind mit unserem Guide Rafa und einer Truppe Argentinier hoch, hoch, hoch auf ca. 4000m durch den Nationalpark Los Cardones, der voll ist von diesen riesigen Kakteen, die teilweise schon ein paar hundert Jahre auf dem Buckel haben. Die Landschaft ist atemberaubend und sehr unterschiedlich. Durch wirklich beeindruckende Berglandschfatne gehts dann weiter durch Kakteen-Felder an den farbigen Bergen vorbei, die teilweise 5 farbig sind, durch die Metalle im Gestein.



Auf Grund der Hoehe hat uns Rafa auch mal ne kurze Einfuehrung in Hoehenkrankheitsverhinderndenmassnahmen gegeben.
Coca-Blaetter z.B. sind wunderbar gegen die Uebelkeit! Also, Coca ist net, wie hier und da verbreitet, eine Droge. Zum groessten Teil bestehen sie aus Teein und Koffein...aber auch aus den ganzen B-Vitaminen und Calcium...wie Rafa uns ungefaehrt 3 mal erklaert hat. Es ist zwar auch Kokain enthalten, aber um ein Gramm Kokain herzustellen benoaetigt man 100kg von den Blaettern - also net so ergiebig. Die Blaettchen steckt man sich als Buendel zwischen Wange und Zaehne und lutscht dann den Saft. Schmeckt wie es riecht, ist aber sehr ergiebig.
Am zweiten Tag gings ab nach Cafayate. Landschaftlich ne sooo divers wie auf der Cachi Tour, dafuer aber sehr belustigend, da Rafa uns auf demWeg immer wieder auf Felsformationen aufmerksam gemacht hat, die an irgendetwas erinnern. Wir sind z.B. auf dem Weg an der untergehenden Titanic vorbei gefahren, an einem Fuss eines Riesen, an den Miniatur-Anden und an einer Schildkroete...ehrlich: Man haette darin auch alles andere sehen koennen...
Nun ja, Wein gabs dann noch zu trinken. Ist hier eines der ergiebigsten Anbaugebiete in Argentinien.

Ein Highlight war mein erstes Lama, das sehr grosse Aehnlichkeit mit seinem Besitzer hatte - gilt also nicht nur bei Hunden ;).
Hier hab ich auch Claire wiedergetroffen, eine Irin, die ich in BA kennen gelernt habe und der ich auch in Cordoba wieder ueber den Weg gelaufen bin. Wir haben beschlossen, da wir so ziemlich dieselben Ziele haben, zusammen zu reisen.
Mir wurde Salta als besonders schoen empfohlen, was sie auch ist. Kirchen findet man hier wieder zu Hauf, ich hab mich am Tag meiner Ankunft auf die Besichtigung der Kathedrale begnuegt und bin son bisschen durch die Gegend geschlendert. Claire und ich sind dann noch mit soner Gonbdelbahn hoch auf nen Berg von dem man auf die Stadt runter gucken kann. Kaeffchen gabs auch noch und ne Lagebesprechung. Wir haben beschlossen, treken zu gehen, was wir nach dem Einholen einiger Kostenvoranschlaege und viel Rumrennerei am zweiten Tag, als zu teuer abgetan haben. Ueberhaupt haben wir ziemlich oft unsere Plaene geaendert, was auch den Tag unserer Abreise beinhaltet hat. Viel hin und her. Nun ja, letzten Endes werden wir erst am Sonntag Richtung Chile weiter reisen.
Am zweiten Tag gings ab nach Cafayate. Landschaftlich ne sooo divers wie auf der Cachi Tour, dafuer aber sehr belustigend, da Rafa uns auf demWeg immer wieder auf Felsformationen aufmerksam gemacht hat, die an irgendetwas erinnern. Wir sind z.B. auf dem Weg an der untergehenden Titanic vorbei gefahren, an einem Fuss eines Riesen, an den Miniatur-Anden und an einer Schildkroete...ehrlich: Man haette darin auch alles andere sehen koennen...
Nun ja, Wein gabs dann noch zu trinken. Ist hier eines der ergiebigsten Anbaugebiete in Argentinien.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Icho Cruz, las Sierras Chicas y las Jarillas
Sooo...Wochenende und Zeit fuer Entspannung. Wo kann man das am besten machen, wenn nicht auf dem Ruecken der Pferde - dort liegt ja bekanntlich das Glueck der Erde :).
Am Mittwoch hab ich mich mit Jan von Heart of Argentina Travel in Verbindung gesetzt, einem Hollaender, den ich ueber Pieter kennegelernt habe, der vor einige Wochen selber mit Jan und seiner Frau Elisabeth einen kleinen Aufenthalt in den Sierras de Cordoba organisiert hat. Jan und Lis leben mit ihren beiden Kindern, Juan und Lucia, seit ca. einem Jahr in San Antonio de Arredonde. Sie haben ein Reiseunternehmen, das sich gerade im Aufbau befindet, und organisieren personalisierte Reisen hier im Norden Argentiniens. Am Samstag hab ich mich also morgens auf den Weg nach Villa Carlos Paz gemacht, einer Kleinstadt suedwestlich von Cordoba. Hier hat mich dann auch gleich die gesamte Familie Lettinga/Heras abgeholt, um mich erst nach San Antonio zu bringen, ins Haus der Mutter von Lis, um dort die besten Empanadas meines Lebens serviert zu bekommen. War super - Urlaub mit Familienanschluss quasi ;).
Danach gings erst nach Icho Cruz ins Red Beans, wo ich die naechsten zwei Naechte verbringen sollte. Volle Entspannung hier. Das Hotel liegt romantisch an einem Fluss etwas am Ende des Dorfes. Im Sommer koennte man hier baden - ist ja aber leider net Sommer hier...
Dani, der Besitzer des Red Beans, ist ne totale Knallerbse und sehr nett, hab den auch gleich kennengelernt. Um zwei gings dann wieder Richtung San Antonio, zu dem Ort, wo ich dann reiten sollte. Erstaunlicherweise waren die Pferde sehr gepflegt und in gutem Zustand, was man hier in Suedamerika net oft findet. Ich also ab aufs Pferd und los in die Berge mit meinem Guide Carlos. Die reiten hier den Western-Style - etwas ungewohnt fuer mich, da ich ja eigentlich englisch reite. Nach ner Weile Eingewoehnung wars aber ganz einfach. Es ging hoch in die Sierras Chicas, einer Bergkette, die sich von Cuesta Blanca 150km in den Norden erstreckt. Wir hatten zwischendurch recht steile Aufgaenge voller Geroell, doch die Pferde haben das ohne grosse Probeleme gemeistert. Echt erstaunlich.
Ich haette ja gestreikt, wenn ich das Pferd gewesen waere und mich haette dort hochschleppen muessen...In Deutschland haette man diesen Ausritt auch bestimmt net ohne Helm und Rueckenprotektor gemacht...hier ist halt alles etwas anders ;). Ich glaub, was den Wasserverlust angeht, haben das Pferd und ich uns net viel genommen - ich aus Angst, das Pferd aus Anstrengung. Aber die Aussicht hat fuer die Anstrengungen absolut entschaedigt - aehh, und fuer die Angst :).
Runter gings dann relativ flott - nicht unspannender, weil rutschiger. Abends in Icho Cruz gabs dann lecker selbstgemachte Ravioli von Dani - der ein ausgezeichneter Koch ist - und einen Schlafraum mit einem einzigen Bett ganz fuer mich alleine!!!!!! Das hat sich angefuehlt wie Urlaub :).
Am naechetn Tag wollte ich mich eigentlich morgens ins Internet Cafe begeben, die Rechnung hab ich allerdings ohne die drei Hunde gemacht, die mich auf Schritt und Tritt "beschuetzt" haben.
Wollte mit den dreien net an der Strasse entlang, hab mich also fuer einen Spaziergang am Fluss entschieden. War viel besser und gesuender.
Gegen Mittag gings dann wieder zum Pferdehof, um einem 4 stuendigen Ausritt in die Jarillas zu froehnen.
Dieses mal hat mich German begleitet, ein 17 jaehriger Springinsfeld, mit seinem Pferd Luna. Zwischendurch ist noch Theo zu uns gestossen und "General", ein junger Schaeferhund, der sich sehr darueber gefreut hat, dass sich jemand mit ihm beschaeftigt hat. Aus den 4 Stunden wurden dann 5 Stunden mit einem kleinen Ausflug in einen Bach, was mein Pferd mit einem Sprung in den selben sehr zu schaetzen gewusst hat. Ich weniger, wiels ganz schoen nass war.
Abends hab ich dann Jan und Lis mit Kindern wieder getroffen, und wir haben mit Dani, seiner Frau Victoria und ihrer Tochter Isabella, von Dani gebackene Pizza gegessen und uns sehr nett bei selbst gebrautem Bier unterhalten.
Der Service war echt top und sie haben es wirklich geschafft, mich vollauf zufriedenzustellen.
Insgesamt waren die drei Tage genau das, was ich gebraucht und gesucht hatte. Ruhe pur in einer sehr schoenen Umgebung mit aeusserst netter und liebenswerter Gesellschaft. War top und ich kanns nur jedem weiter empfehlen!
Montag Nachmittag gings dann weiter mit dem Nachtbus Richtung Norden nach Salta.
Am Mittwoch hab ich mich mit Jan von Heart of Argentina Travel in Verbindung gesetzt, einem Hollaender, den ich ueber Pieter kennegelernt habe, der vor einige Wochen selber mit Jan und seiner Frau Elisabeth einen kleinen Aufenthalt in den Sierras de Cordoba organisiert hat. Jan und Lis leben mit ihren beiden Kindern, Juan und Lucia, seit ca. einem Jahr in San Antonio de Arredonde. Sie haben ein Reiseunternehmen, das sich gerade im Aufbau befindet, und organisieren personalisierte Reisen hier im Norden Argentiniens. Am Samstag hab ich mich also morgens auf den Weg nach Villa Carlos Paz gemacht, einer Kleinstadt suedwestlich von Cordoba. Hier hat mich dann auch gleich die gesamte Familie Lettinga/Heras abgeholt, um mich erst nach San Antonio zu bringen, ins Haus der Mutter von Lis, um dort die besten Empanadas meines Lebens serviert zu bekommen. War super - Urlaub mit Familienanschluss quasi ;).
Danach gings erst nach Icho Cruz ins Red Beans, wo ich die naechsten zwei Naechte verbringen sollte. Volle Entspannung hier. Das Hotel liegt romantisch an einem Fluss etwas am Ende des Dorfes. Im Sommer koennte man hier baden - ist ja aber leider net Sommer hier...

Dani, der Besitzer des Red Beans, ist ne totale Knallerbse und sehr nett, hab den auch gleich kennengelernt. Um zwei gings dann wieder Richtung San Antonio, zu dem Ort, wo ich dann reiten sollte. Erstaunlicherweise waren die Pferde sehr gepflegt und in gutem Zustand, was man hier in Suedamerika net oft findet. Ich also ab aufs Pferd und los in die Berge mit meinem Guide Carlos. Die reiten hier den Western-Style - etwas ungewohnt fuer mich, da ich ja eigentlich englisch reite. Nach ner Weile Eingewoehnung wars aber ganz einfach. Es ging hoch in die Sierras Chicas, einer Bergkette, die sich von Cuesta Blanca 150km in den Norden erstreckt. Wir hatten zwischendurch recht steile Aufgaenge voller Geroell, doch die Pferde haben das ohne grosse Probeleme gemeistert. Echt erstaunlich.
Ich haette ja gestreikt, wenn ich das Pferd gewesen waere und mich haette dort hochschleppen muessen...In Deutschland haette man diesen Ausritt auch bestimmt net ohne Helm und Rueckenprotektor gemacht...hier ist halt alles etwas anders ;). Ich glaub, was den Wasserverlust angeht, haben das Pferd und ich uns net viel genommen - ich aus Angst, das Pferd aus Anstrengung. Aber die Aussicht hat fuer die Anstrengungen absolut entschaedigt - aehh, und fuer die Angst :).
Runter gings dann relativ flott - nicht unspannender, weil rutschiger. Abends in Icho Cruz gabs dann lecker selbstgemachte Ravioli von Dani - der ein ausgezeichneter Koch ist - und einen Schlafraum mit einem einzigen Bett ganz fuer mich alleine!!!!!! Das hat sich angefuehlt wie Urlaub :).
Am naechetn Tag wollte ich mich eigentlich morgens ins Internet Cafe begeben, die Rechnung hab ich allerdings ohne die drei Hunde gemacht, die mich auf Schritt und Tritt "beschuetzt" haben.
Wollte mit den dreien net an der Strasse entlang, hab mich also fuer einen Spaziergang am Fluss entschieden. War viel besser und gesuender.Gegen Mittag gings dann wieder zum Pferdehof, um einem 4 stuendigen Ausritt in die Jarillas zu froehnen.
Dieses mal hat mich German begleitet, ein 17 jaehriger Springinsfeld, mit seinem Pferd Luna. Zwischendurch ist noch Theo zu uns gestossen und "General", ein junger Schaeferhund, der sich sehr darueber gefreut hat, dass sich jemand mit ihm beschaeftigt hat. Aus den 4 Stunden wurden dann 5 Stunden mit einem kleinen Ausflug in einen Bach, was mein Pferd mit einem Sprung in den selben sehr zu schaetzen gewusst hat. Ich weniger, wiels ganz schoen nass war.
Abends hab ich dann Jan und Lis mit Kindern wieder getroffen, und wir haben mit Dani, seiner Frau Victoria und ihrer Tochter Isabella, von Dani gebackene Pizza gegessen und uns sehr nett bei selbst gebrautem Bier unterhalten.
Der Service war echt top und sie haben es wirklich geschafft, mich vollauf zufriedenzustellen.Insgesamt waren die drei Tage genau das, was ich gebraucht und gesucht hatte. Ruhe pur in einer sehr schoenen Umgebung mit aeusserst netter und liebenswerter Gesellschaft. War top und ich kanns nur jedem weiter empfehlen!
Montag Nachmittag gings dann weiter mit dem Nachtbus Richtung Norden nach Salta.
Hasta la victoria siempre - Alta Gracia
Letzten Freitag hab ich nen kleinen Abstecher nach Alta Gracia gemacht, einem Oertchen nordwestlich von Cordoba und einem der Schaffensorte einer der wichtigesten Personen in Suedamerika - Ernesto Che Guevara.
Anders als Rosario, dem Geburtsort von Che (1928), ist Alta Gracia relativ klein und gemuetlich. Ich hab mich mit Kate, Ben (zwei Iren) und Peter (deutsch) auf Ches Spuren begeben; eine Stunde hin, eine zurueck und fuers Museum, das in seinem Haus untergebracht ist, haben wir dann ca. auch eine Stunde gebraucht.
Sehr klein :), aber es hat sich gelohnt. Ches Eltern, Celia und Ernesto, haben sich dazu entschieden, mit ihren Kindern in dieses verschlafene Oertchen zu ziehen, da es bekannt ist fuer sein trockenes Klima und daher perfekt fuer Ches Asthma.
Er hat hier zweimal Zeit verbracht - einmal von 1935 - 1937 und einmal von 1939 - 1943. Viele persoenliche Dinge sind hier zu sehen, wie z.B. ein baugleiches Motorrad, mit dem er damals in seinen 20ern durch Suedamerika geduest ist, wobei ihm zum ersten Mal vor Augen gefuehrt wurde, wie schlecht es Teilen der Bevoelkerung in Lateinamerika geht. Seine Reisen gingen teilweise ueber Bolivien, Guatemala und Mexiko bis Miami. Seine Zeit in den 50/60ern an der Seite von Fidel ist aber wohl die praegenste Phase gewesen - unumstritten ;). Auf Kuba hatte er dann ja auch viele Aemter inne - unter anderem Industrieminister, wesehalb seine Reisen sich dann bis nach Indonesien, die damalige DDR und sogar Ghana und dem Kongo fortgefuehrt haben - wegen Handels- und Kreditabkommen.
Eigentlich war er ja Mediziner. Er war schon n krasser Typ, der vollkommen von dem ueberzeugt war, was er tat und sich auch sicher war, dass es keinen anderen Weg gibt, ausser Waffengewalt um seine marxistischen Ideen durchzusetzen. Sogar in dem letzten Brief an seine Tochter hat er an sie appelliert, seinem Weg zu folgen und fuer das zu kaempfen, wofuer er letzten Endes steht - zumindest hier - : Unabhaenigkeit und Freiheit. Geboren in Argentinien, gestorben in Bolivien und bagraben auf Kuba. Ob sein Weg der Richtige war, sei dahin gestellt. Auf alle Faelle kann ich das Museum nur empfehlen, da es einen guten Einblick in sein Leben gibt. Ein bisschen wird er komerzialisiert und als Nationalheld gefeiert und idealisiert - aber gut, man muss seinem Weg ja net folgen. Ein bisschen hatta mir allerdings schon imponiert.
Abends ging bei mir dann net mehr viel, da ich am naechsten Morgen frueh raus wollte um mich auf den Weg nach Villa Carlos Paz zu machen zum reiten und relaxen;).
Anders als Rosario, dem Geburtsort von Che (1928), ist Alta Gracia relativ klein und gemuetlich. Ich hab mich mit Kate, Ben (zwei Iren) und Peter (deutsch) auf Ches Spuren begeben; eine Stunde hin, eine zurueck und fuers Museum, das in seinem Haus untergebracht ist, haben wir dann ca. auch eine Stunde gebraucht.
Sehr klein :), aber es hat sich gelohnt. Ches Eltern, Celia und Ernesto, haben sich dazu entschieden, mit ihren Kindern in dieses verschlafene Oertchen zu ziehen, da es bekannt ist fuer sein trockenes Klima und daher perfekt fuer Ches Asthma.
Er hat hier zweimal Zeit verbracht - einmal von 1935 - 1937 und einmal von 1939 - 1943. Viele persoenliche Dinge sind hier zu sehen, wie z.B. ein baugleiches Motorrad, mit dem er damals in seinen 20ern durch Suedamerika geduest ist, wobei ihm zum ersten Mal vor Augen gefuehrt wurde, wie schlecht es Teilen der Bevoelkerung in Lateinamerika geht. Seine Reisen gingen teilweise ueber Bolivien, Guatemala und Mexiko bis Miami. Seine Zeit in den 50/60ern an der Seite von Fidel ist aber wohl die praegenste Phase gewesen - unumstritten ;). Auf Kuba hatte er dann ja auch viele Aemter inne - unter anderem Industrieminister, wesehalb seine Reisen sich dann bis nach Indonesien, die damalige DDR und sogar Ghana und dem Kongo fortgefuehrt haben - wegen Handels- und Kreditabkommen.
Eigentlich war er ja Mediziner. Er war schon n krasser Typ, der vollkommen von dem ueberzeugt war, was er tat und sich auch sicher war, dass es keinen anderen Weg gibt, ausser Waffengewalt um seine marxistischen Ideen durchzusetzen. Sogar in dem letzten Brief an seine Tochter hat er an sie appelliert, seinem Weg zu folgen und fuer das zu kaempfen, wofuer er letzten Endes steht - zumindest hier - : Unabhaenigkeit und Freiheit. Geboren in Argentinien, gestorben in Bolivien und bagraben auf Kuba. Ob sein Weg der Richtige war, sei dahin gestellt. Auf alle Faelle kann ich das Museum nur empfehlen, da es einen guten Einblick in sein Leben gibt. Ein bisschen wird er komerzialisiert und als Nationalheld gefeiert und idealisiert - aber gut, man muss seinem Weg ja net folgen. Ein bisschen hatta mir allerdings schon imponiert.Abends ging bei mir dann net mehr viel, da ich am naechsten Morgen frueh raus wollte um mich auf den Weg nach Villa Carlos Paz zu machen zum reiten und relaxen;).
Donnerstag, 2. Juli 2009
Genni jumps, jumps, jumps in Cordoba
Jiehhaaaaa- ohne Worte wuerde ich mal sagen....
Ich war verrueckt genug um mich bei einem Tandemsprung 2500m in die Tiefe zu stuerzen und es war megageil! (Video kommt, sobald ich ne Moeglichkeit gefunden habe, es hochzuladen).



Na ja, und sonst hab ich vorgestern son bisschen Cordoba unsicher gemacht und hab im Hostal Baluch das ein oder andere Glaesschen Wein mit den Jungs und Maedels hier gehoben.
Cordoba hat neben den vielen Kirchen hier net soooo unglaublich viel zu bieten. In gut einem Tag ist man mit den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten durch. Ein Trip hierher lohnt sich hautsaechlich wegen der schoenen Umgebung. Hier kann man ganz nette Wandertouren in die Nationalparks machen oder eben reiten gehen, was ich fuer dieses WE geplant habe.
Am Tag meiner Ankunft hab ich ne kleine Tour durch die Stadt gemacht und mir Plaza San Martin mit seiner Iglesia Catedral, die die aelteste in ganz Lateinamerika ist (um 1630) angeguckt.
Weiter gings dann am Stadtgruender, Jeronimo Luis de Cabrera, vorbei zur Manzana Jesuitica (UNESCO Weltkulturerbe, wieso hab ich allerdings noch net rausgefunden...) und der Universidad Nacional de Cordoba, der ersten Uni Argentiniens, ins Museo de Antropologia de la Universidad Nacional de Cordoba. Fuer schlappe 5 Pesos hab ich mir da die Entwicklung der indogenen Kultur der letzten 8000 Jahre hier in Argentinien angeguckt. Der Type, der mir das Geld abgenommen hat, hat sich meiner angenommen und mir auf Spanisch hier und da was erklaert :) und ich habs verstanden. Zum Beispiel hat er mir was zu den Tongefaessen, die da im Bild zu sehen sind, erzaehlt.
Das sind Urnen, in denen allerdings net wie bei uns die Asche bestattet wird, sondern das Skelett. Die haben ihre Toten drei Tage in die Sonne gelegt und danach das Fleisch von den Knochen abgescharpt. Delicious....Danach bin ich son bisschen durch die Stadt geschlender und abends gabs nen Umtrunk im Hostal.
Am naechsten Tag gings dann zum Parachuting, was mich ganz schoen mitgenommen hat und daher war dann der Rest des Tages gelaufen. Man realisiert erst so recht, dass es ohne Flugzeug wieder runter geht, wenn man dann tatsaechlich faellt, bzw. wenn dann einfach die Tuer aufgemacht wird, man da dann hinrobbt und dann nach unten guckt...Mein Fallschirmspringer hat mich allerdings net wirklich vorgewarnt, dass wir jetzt springen...war wohl auch besser so. Schwupps, knapp ne halbe Minuten Freierfall, ein Adrenalinstoss, den ich wohl nie wieder vergessen werde, runter plumpsen wie ein Stein, was einem wie ne Ewigkeit vorkommt. Dann ein Ruck und zack, schwebt man durch die Luft wie ein Voegelchen. Ich kanns nur jedem empfehlen! Vergessen werde ich das bestimmt net!!!!
Am abend gabs dann nett Asado und Trinkspielchen.
Heute werd ich mich ins Che Guevara Museum aufmachen und dann gucken, was noch so geht.
Ich war verrueckt genug um mich bei einem Tandemsprung 2500m in die Tiefe zu stuerzen und es war megageil! (Video kommt, sobald ich ne Moeglichkeit gefunden habe, es hochzuladen).



Na ja, und sonst hab ich vorgestern son bisschen Cordoba unsicher gemacht und hab im Hostal Baluch das ein oder andere Glaesschen Wein mit den Jungs und Maedels hier gehoben.Cordoba hat neben den vielen Kirchen hier net soooo unglaublich viel zu bieten. In gut einem Tag ist man mit den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten durch. Ein Trip hierher lohnt sich hautsaechlich wegen der schoenen Umgebung. Hier kann man ganz nette Wandertouren in die Nationalparks machen oder eben reiten gehen, was ich fuer dieses WE geplant habe.
Am Tag meiner Ankunft hab ich ne kleine Tour durch die Stadt gemacht und mir Plaza San Martin mit seiner Iglesia Catedral, die die aelteste in ganz Lateinamerika ist (um 1630) angeguckt.

Weiter gings dann am Stadtgruender, Jeronimo Luis de Cabrera, vorbei zur Manzana Jesuitica (UNESCO Weltkulturerbe, wieso hab ich allerdings noch net rausgefunden...) und der Universidad Nacional de Cordoba, der ersten Uni Argentiniens, ins Museo de Antropologia de la Universidad Nacional de Cordoba. Fuer schlappe 5 Pesos hab ich mir da die Entwicklung der indogenen Kultur der letzten 8000 Jahre hier in Argentinien angeguckt. Der Type, der mir das Geld abgenommen hat, hat sich meiner angenommen und mir auf Spanisch hier und da was erklaert :) und ich habs verstanden. Zum Beispiel hat er mir was zu den Tongefaessen, die da im Bild zu sehen sind, erzaehlt.
Das sind Urnen, in denen allerdings net wie bei uns die Asche bestattet wird, sondern das Skelett. Die haben ihre Toten drei Tage in die Sonne gelegt und danach das Fleisch von den Knochen abgescharpt. Delicious....Danach bin ich son bisschen durch die Stadt geschlender und abends gabs nen Umtrunk im Hostal.
Am naechsten Tag gings dann zum Parachuting, was mich ganz schoen mitgenommen hat und daher war dann der Rest des Tages gelaufen. Man realisiert erst so recht, dass es ohne Flugzeug wieder runter geht, wenn man dann tatsaechlich faellt, bzw. wenn dann einfach die Tuer aufgemacht wird, man da dann hinrobbt und dann nach unten guckt...Mein Fallschirmspringer hat mich allerdings net wirklich vorgewarnt, dass wir jetzt springen...war wohl auch besser so. Schwupps, knapp ne halbe Minuten Freierfall, ein Adrenalinstoss, den ich wohl nie wieder vergessen werde, runter plumpsen wie ein Stein, was einem wie ne Ewigkeit vorkommt. Dann ein Ruck und zack, schwebt man durch die Luft wie ein Voegelchen. Ich kanns nur jedem empfehlen! Vergessen werde ich das bestimmt net!!!!Am abend gabs dann nett Asado und Trinkspielchen.

Heute werd ich mich ins Che Guevara Museum aufmachen und dann gucken, was noch so geht.
Dienstag, 30. Juni 2009
Puerto Madryn and Whale Watching
So, da iss se wieder. Nach nem echt anstrengenden Bustrip am Samstag, mit vielen Missverstaendnissen und leider, leider gibts net in jedem Bus ne Decke, ein Kissen und nen Steward....bin ich am Sonntag Morgen dann endlich angekommen. Abgestiegen bin ich im El Gualicho, was dummerweise gerade son bisschen im Umbau ist, allerdings schadet das der Gemuetlichkeit kaum. Nach son bisschen Einrichten hab ich dann ne Aktivitaet gesucht, die man so an nem halben Tag machen kann. Schliesslich wollte ich den Rest des Tages net mit Rumgammeln verbringen. Also hab ich mir ein Rad geschnappt und bin nach Punta Loma gefahren, einen Seeloewen Reservoir ca. 16 km von meinem Hostal entfernt. Gut, dass mich der junge Mann von der Rezeption zwei mal wieder nach oben ins Zimmer geschickt hat, um mir waerme Sachen anzuziehen - Handschuhe, dicke Jacke und Schaal. Schweinekalt wars und ich weiss jetzt wieso man Pampa mit trostlos in Verbindung bringt. Ich habe selten in einer Landschaft so viele Grautoene entdeckt, wie hier. Wenn man wollte, koennte man es abwechslunsgreich nennen....Und flach isses!
Und kein Baum weit und breit...nur Wind.
Schweinekalter Wind! Es haette mich net gewundert ware der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten an mir vorbei geflogen. Man merkt, dass es net mehr allzu weit zum Suedpol ist. Ich wollt ja schon nach den ersten 5km aufgeben und wieder zurueckfahren, allerdings hat mir da mein Ehrgeiz in die Suppe gespuckt. Schliesslich wollte ich die Seeloewen sehen! Jut, von den vorher prophezeiten 60 Minuten sind dann 120 geworden, dafuer ist jetzt meine Oberschenkelmuskulatur ums doppelte angewachsen - mindestens. Umso gleucklicher war ich dann, als ich endlich in Punta Loma angekommen bin.
Und die Seeloewen sind soooo niedlich!
Man kommt zwar net besonders nah ran, aber trotzdem stand ich 45Minuten auf ner Aussichtsplattform und hab ihnen beim spielen zugeguckt. Herzallerliebst!
Der Rueckweg ging erstaunlicherweise relativ flott, wohl weil am Ende ein Tee und ein warmes Bett gewartet haben. Na ja, und ich bin ein bisschen off-road gefahren, weils aufm Schotterweg so langweilig war.
Ich hab mir mein Zimmer mit einer Oesterreicherin - Julia - geteilt, die gerade ihr Auslandssemester in Chile verbringt. Mit der hab ich mich dann am naechsten Tag auf nach Peninsula Valdes gemacht, UNESCO Weltnaturerbe seit 1999. Uebrigens wurde Antoine de Saint-Exupéry von der Form der Insel zu seiner ¨Elefant in Schlange¨ Zeichnung aus "Der kleine Prinz" inspiriert. Der war mal hier Postflieger, also der Autor.
Jut, der eigentlich Grund fuer meinen eintaegigen Ausflug war nicht die Insel an sich, sondern die Whale-Watching Tour, die der Trip beinhaltet hat. Das wollte ich mir net entgehen lassen! Die suedlichen Glattwale (auf engl. southern right whale) kommen gerade von ihrem Aufenthalt in der Arktis zurueck - sogar denen isses da zu kalt....- um ihre Babies hier zu bekommen. Also, leuter Schwangere Muetter hier, die kopfueber im Wasser stehen, was unser Guide Rlaxing-Position genannt hat.
Wenn ich 40 Tonnen wiegen wuerde und 16 Meter lang waere, wuerde ich eine andere Position bevorzugen - kann mich allerdings nur ganz schlecht in ihre Situation hineinversetzen. Also, das "Baby" wird, wenn es dann auf die Welt kommt bzw. ins Meer geboren wird, mal schlappe 6 Tonnen wiegen und ist bis zu 5 Meter lang sein. Da kann man verstehen, dass man als Mutter das gerne in die richtige Position bekommen wuerde - wenns dann eben durch Kopfstand ist. Es ist auch erstaunlich, wie gut diese Giganten der Meere ihre Koerper manoevrieren koennen. Die sind ganz dicht am Schiff (11 Meter) vorbei geschwommen, ohne es auch nur anzustupsen.
Allerdings war mir nach der Begegnung sehr klar, wieso die keine Tauchgaenge mit Walen anbieten, sondern nur mit Seeloewen - keine Ahnung, ob die auf den 1,70m Menschen noch Ruecksicht nehmen wuerden, wenn sie ihn ueberhaupt bemerken wuerden, die koennen naemlich nur zur Seite gucken, der Rest ueber Echolot bzw. Infraschall.
Es war auf jeden Fall atemberaubend und kaum zu beschreiben. Danach sind wir weiter ueber die Insel gefahren und haben uns die Fauna dort angeguckt. So Lamas, Stinktiere, Amarillos und ne Art Straussenvogel, nur net verwandt und net verschwegert und viel kleiner, einen Seeelefanten, der mich ein wenig an Seele-Fant aus "Urmel aus dem Eis" erinnert hat, der ja immer so einsam auf einem Felsen vor Titiwu traurige Lieder singt. Isgesamt waren wir mal so 12 Stunden unterwegs und haben 400km abgerissen. Wir sind auch am "Grossen Salzsee" vorbei, der 42m u.N. liegt und damit den tiefsten Punkt ganz Suedamerikas darstellt.
Abends bin ich dann mit Julia Fisch essen gegangen - wenn man schon mal am Meer ist. Es war super nett mit ihr und wir haben uns erstaunlich gut verstanden. Am 30. bin ich dann holterdipolter weiter nach Cordoba, da ich festellen musste, dass nur jeden zweiten Tag ein Bus von Puerto Madryn nach Cordoba geht.
Und kein Baum weit und breit...nur Wind.
Schweinekalter Wind! Es haette mich net gewundert ware der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten an mir vorbei geflogen. Man merkt, dass es net mehr allzu weit zum Suedpol ist. Ich wollt ja schon nach den ersten 5km aufgeben und wieder zurueckfahren, allerdings hat mir da mein Ehrgeiz in die Suppe gespuckt. Schliesslich wollte ich die Seeloewen sehen! Jut, von den vorher prophezeiten 60 Minuten sind dann 120 geworden, dafuer ist jetzt meine Oberschenkelmuskulatur ums doppelte angewachsen - mindestens. Umso gleucklicher war ich dann, als ich endlich in Punta Loma angekommen bin.
Und die Seeloewen sind soooo niedlich!
Man kommt zwar net besonders nah ran, aber trotzdem stand ich 45Minuten auf ner Aussichtsplattform und hab ihnen beim spielen zugeguckt. Herzallerliebst!
Der Rueckweg ging erstaunlicherweise relativ flott, wohl weil am Ende ein Tee und ein warmes Bett gewartet haben. Na ja, und ich bin ein bisschen off-road gefahren, weils aufm Schotterweg so langweilig war.
Ich hab mir mein Zimmer mit einer Oesterreicherin - Julia - geteilt, die gerade ihr Auslandssemester in Chile verbringt. Mit der hab ich mich dann am naechsten Tag auf nach Peninsula Valdes gemacht, UNESCO Weltnaturerbe seit 1999. Uebrigens wurde Antoine de Saint-Exupéry von der Form der Insel zu seiner ¨Elefant in Schlange¨ Zeichnung aus "Der kleine Prinz" inspiriert. Der war mal hier Postflieger, also der Autor.
Jut, der eigentlich Grund fuer meinen eintaegigen Ausflug war nicht die Insel an sich, sondern die Whale-Watching Tour, die der Trip beinhaltet hat. Das wollte ich mir net entgehen lassen! Die suedlichen Glattwale (auf engl. southern right whale) kommen gerade von ihrem Aufenthalt in der Arktis zurueck - sogar denen isses da zu kalt....- um ihre Babies hier zu bekommen. Also, leuter Schwangere Muetter hier, die kopfueber im Wasser stehen, was unser Guide Rlaxing-Position genannt hat.
Wenn ich 40 Tonnen wiegen wuerde und 16 Meter lang waere, wuerde ich eine andere Position bevorzugen - kann mich allerdings nur ganz schlecht in ihre Situation hineinversetzen. Also, das "Baby" wird, wenn es dann auf die Welt kommt bzw. ins Meer geboren wird, mal schlappe 6 Tonnen wiegen und ist bis zu 5 Meter lang sein. Da kann man verstehen, dass man als Mutter das gerne in die richtige Position bekommen wuerde - wenns dann eben durch Kopfstand ist. Es ist auch erstaunlich, wie gut diese Giganten der Meere ihre Koerper manoevrieren koennen. Die sind ganz dicht am Schiff (11 Meter) vorbei geschwommen, ohne es auch nur anzustupsen.
Allerdings war mir nach der Begegnung sehr klar, wieso die keine Tauchgaenge mit Walen anbieten, sondern nur mit Seeloewen - keine Ahnung, ob die auf den 1,70m Menschen noch Ruecksicht nehmen wuerden, wenn sie ihn ueberhaupt bemerken wuerden, die koennen naemlich nur zur Seite gucken, der Rest ueber Echolot bzw. Infraschall.
Es war auf jeden Fall atemberaubend und kaum zu beschreiben. Danach sind wir weiter ueber die Insel gefahren und haben uns die Fauna dort angeguckt. So Lamas, Stinktiere, Amarillos und ne Art Straussenvogel, nur net verwandt und net verschwegert und viel kleiner, einen Seeelefanten, der mich ein wenig an Seele-Fant aus "Urmel aus dem Eis" erinnert hat, der ja immer so einsam auf einem Felsen vor Titiwu traurige Lieder singt. Isgesamt waren wir mal so 12 Stunden unterwegs und haben 400km abgerissen. Wir sind auch am "Grossen Salzsee" vorbei, der 42m u.N. liegt und damit den tiefsten Punkt ganz Suedamerikas darstellt.Abends bin ich dann mit Julia Fisch essen gegangen - wenn man schon mal am Meer ist. Es war super nett mit ihr und wir haben uns erstaunlich gut verstanden. Am 30. bin ich dann holterdipolter weiter nach Cordoba, da ich festellen musste, dass nur jeden zweiten Tag ein Bus von Puerto Madryn nach Cordoba geht.
Samstag, 27. Juni 2009
Murió el rey del pop
Traurig, traurig aber frueher oder spaeter musste es ja soweit kommen - bei dem Lebenswandel. War an Jacko eigentlich noch irgendetwas echt? Auf jeden Fall war er mal ein grossartiger Kuenstler. Uebrigens, weil ich gerade beim Thema bin, hier in BA hab ich meinen ersten Toten gesehen. Ist vielleicht kein schones Thema fuer meinen Blog, aber ich fand die ganze Szene irgendwie ziemlich erschreckend. War gerade mit Claire auf dem Weg zurueck zum Hostal, als wir an einer auf dem Boden liegenden Person mit ner Plastiktuete uebern Kopf vorbei gekommen sind, die direkt neben dem Eingang vom Cafe Tortoni lag. Neben ihr standen rel. weit weg ein Polizist und ein Kellner vom Cafe Tortoni - total unbeteiligt und mit verstohlenen Blicken zu der Person. Ich dachte eigentlich, dass es einfach nur wiedermal irgendein Obdachloser waere, der sich zum schlafen an die Wand gelegt hat, nur die Plastiktuete uebern Kopf hat mich etwas irritiert und seine Kleidung...Drei Haeuser weiter standen dann im Eingang eines Kiosks zwei Frauen mit Traenen in den Augen, die irgendwas mit "wirklich tot" geredet haben. Die ganze Szenerie hat mich ganz schoen traurig und nachdenklich gemacht. Der arme Kerl lag da wie zufaellig abgelegt, mit ner grauen Plastiktuete uebern Kopf damit sein Anblick die Passanten nicht verschreckt, auf einem Gehsteig, auf dem kalten Boden, total anonym und ziemlich alleine. Keiner da, der ihn geliebt hat, keiner da, der ihn kannte und um ihn weint. Wie schlimm kann es einen wohl treffen in den letzten Sekunden des Lebens? Zweifels ohne gibt es bessere Orte um zu sterben...Grossstadttod kann ganz schoen furchtbar sein.
Genug davon. Faellt mir jetzt etwas schwer, eine gute Ueberleitung zu finden...
Morgen gehts nun also weiter. Richtung Sueden, nur net ganz so weit, wie ich es erst geplant hatte. Ich bin immer noch erkaeltet und hab es deswegen fuer vernuenftiger gehalten, dem tiefen Winter erstmal aus dem Weg zu gehen. Fahr morgen nach Puerto Madryn - 20 Stunden im Bus :). Hoffe, dass ich dort die Chance habe, Wale zu gucken und mit Seeloewen zu tauchen. Patagonien (wobei Puerto Madryn den noerdlichsten Zipfel darstellt) werde ich machen, wenn ich irgendwann im Sommer wiederkommen sollte ;).
Die letzten paar Tage ist net sonderlich viel passiert in BA. Ich war beim Friseur, was ein echter Akt war, dafuer aber mit umgerechnet 13 Euronen fuer nen Top-Friseur echt juenstitsch. Na, ihr wisst schon: Frauen und ihre Haare. Also, ich sehe jetzt net aus, wie Halle Berry in "Die another Day", aber mein schwuler Coiffeur hat mir vorne die Haare etwas zuuuuu kurz geschnitten, wodurch sie jetzt immer vom Kopp abstehen, wenn ich sie net an den selben festtacker. Ich nenn das jetzt einfach mal Kollateralschaden oder "Lost in Translation". Es waechst ja wieder und bis dahin trag ich halt Muetze. Hab mir uebrigens eine zweite gekauft - so eine mit Ohrenklappen und Bommel. Wenn ich wuesste, dass meine Eltern sowas tragen wuerden, dann wuerd ich fuer die auch welche importieren, weil die echt warm sind - so aus Lamawolle :). Aber vielleicht bring ich dem Erle eine mit...hihihi...
Nach meinem Exkurs in die Friseurwelt fernab der Heimat - eins muss ich ihm lassen, es war der schnellste Haarschnitt meines Lebens! - hab ich dann auch gleich mal das ansaessige Deutsche Krankenhaus ausprobiert. Alleine schon deshalb, um alle Huerden eines Auslandsaufenthaltes zu meistern. Der Name ist etwas irrefuehrend, dort spricht kein A... deutsch. Dafuer isses privat und die Preise sind ziemlich deutsch. Mal zur Aufklaerung: Eigentlich ist die medizinische Versordung in Argentinien gratis, wodurch sie vor allem in den Grenzregionen Probelme mit Krankenhaustourismus haben - oder wie man das nenne moechte. Hier stimmt ausnahmsweise mal die Weisheit, dass alles was umsonst ist, auch schlecht ist...Und da Genni BA in guter Erinnerung behalten moechte, hat se sich doch gleich mal ne Behandlung fuer mehr als nur nen feuchten Haendedruck geleistet. Ich hatte nix schlimmes, wollte nur endlich meinen Husten los werden. Damit taucht sichs net so gut...
Joa, und sonst keonnte ich euch mal von meinen Begegnungen mit anderen Reisenden hier im Lime House erzaehlen. Hier sind naemlich ganz schoen kuriose Typen unterwegs.
Fangen wir mal chronologisch an mit Jimmy. Jimmy heisst eigentlich James und ist bzw. war ein irischer Chefingenieur auf nem Schiff mit "four fucking stripes", wie er mir ungefaehr 10 mal erzaehlt hat, wodurch er, wenn der Kapitaen ausgefallen waere, ihn haette ersetzen duerfen. Er hat mir leider mehrere Dinge mehrmals erzaehlt - z.B. das Mombasa in Kenia liegt, was ich spaetestens seit der Begegnung mit ihm nie, nie wieder vergessen werde. Er war Ende 50 Anfang 60 und wie es sich fuer einen richtigen Iren gehoert, staendig betrunken. Und mit "staendig" meine ich staendig. Er hat mir irgendwann beim Fruehstueck mal erzaehlt, dass er wohl die eine Flasche Rum vom letzten abend nicht haette alleine trinken duerfen....Ich haette ihn wirklich gerne mal nicht betrunken erlebt, dann haette er bestimmt interessante Geschichten zu erzahlen gehabt. Nun ja, Jimmy wurde 5 mal beraubt, dreimal davon wurde ihm seine Kamera gestohlen, einmal das Messer, mit dem er sich haette verteidigen wollen. Beim letzten Raub hat er versucht mit einer Transe anzubandeln, die auf einer Bank in einem Park sass. Dabei hat er nicht beachtet, dass nicht nur der obere Teil der Bank besetzt war, sondern auch unter der Bank jemand lag. Und schwupps - die Kamera war wech. Er kann einem nur leid tun...Er hat z.B. eine Freundin auf Kuba. Als ich das Foto gesehen habe, hab ich versucht ihm vorsichtig zu erklaeren, dass das eine Nutte ist. Das hat er mir net geglaubt ( so nebenbei: es war sehr offensichtlich). Irgendwie hat sie Zugriff auf sein Konto...bzw. er schickt ihr immer nen ganz schoenen Batzen Kohle. Er hat mir erzaehlt, dass sie ihm gesagt hat, dass er net nach Kuba kommen darf, weil er sonst verhaftet wird (also, er wird ganz bestimmt net verhaftet, wenn er nach Kuba geht - wieso auch...), und jetzt hatta Angst, sie zu besuchen. Ich befuerchte, sie ertraegt fuer kein Geld der Welt mehr diesen armen, sturzbetrunkenen Jimmy. Er ist vor ca. drei Wochen weitergezogen Richtung Pazifik und hat seinen Rucksack hier eingelagert. Ich befuerchte, er weiss gar net mehr, dass der hier ist. Armer Jimmy.
Neben Alki-Freunden hab ich jetzt auch neue Drogen-Bekannte... (keine Angst, ich bin weit davon entfernt, so Zeug auszuprobieren). So Drogen sind hier ganz schoen in, weils so leicht ist, an sie ran zu kommen. Dadurch ist Suedamerika, genau wie uebrigens auch Suedostasien, natuerlich immer eine Reise wert fuer Personen, die z.B. Kokain verfallen sind. Oder so Halluzinogenen und so Zeuch. Tom z.B. war so ein Prachtkerl. Der kam aus Vancover, hat japanische Vorfahren und ich tue ihm noch einen gefallen, wenn ich ihn als Grumpy-Old-Man bezeichne. Um Ende 40, Kopf kahl geschoren, 5 Piercings im Gesicht (hab ihn net nach weiteren gefragt...), ne fette Schlange auf der linken Wade, auf der rechten etwas undefinierbares, im Nacken ein Plattenpiercing und drueber in japanischen Schriftzeichen "Free Spirit" taetowiert. Sich mit ihm zu unterhalten war ganz schoen anstrengend, weil er neben seiner keine andere Meinung akzeptiert hat. Der hat gerne mal die ein oder andere Nase genommen und nebenbei mal ganz gerne einen durchgezogen. Ich hab den nur high oder stoned erlebt und zum Schluss meinte er zu mir, dass er glaubt, dass er ein Problem hat...Von der Sorte sind mir hier einige begegnet, allerdings weniger einsichtig.
Dereck hat ne andere Story und wird nur erwaehnt, weil dem was echt beschissenes passiert ist. Dereck kommt aus Neuseeland, eigentlich issa Englaender. Also, vor ein paar Tagen fotografiert der so vor sich hin am Plaza de Mayo, als ihm ein Typ ueber den Weg laeuft. Die kommen ins Gespraech, es stellt sich heraus, dass der Typ aus Venezuela kommt. Sie verbringen den Tag miteinander, laufen son bisschen durch die Gegend in Puerto Madero, landen schliesslich in La Boca um etwas zu essen. Teilen sich ne Flasche Wein. Das naechste, woran sich Dereck erinnern kann, ist, dass er an dem Bankautomaten steht und zu dem Typen sagt: Hey, that´s my money. Dann hat er einen erneuten Flash-back im Internet Cafe neben unserem Hostal und dann issa am naechsten Tag nach ca. 24 Std. Schlaf in seinem Bett aufgewacht. Wie er von La Boca ins Lime House gekommen ist, weiss er net mehr. Nachdem er seinen Kontostand ueberprueft hat, musste er feststellen, dass ihn sein neuer suedamerikanischer Freund um 3000 Peso erleichter hat, bzw. 2100 Peso, denn 900 Peso hatte er in seiner Geldboerse. Joa, da hat ihm wohl jemand was in den Wein gemischt. Wohl so liquid Ecstacy Kram, oder so etwas. Und der Typ muss wohl nen Komplitzen im Restaurant gehabt haben, da Dereck ihn keinem Augenblick mit der Flasche allein gelassen hat. Jaja, und die Moral von der Geschicht? Traue keinem Fremden nicht! Oder wie?
Also, neben Suechtigen jeder Art und kleinen Naivlingen treffe ich natuerlich auch "normale" Menschen hier - aber da die "normal" sind, sind deren Geschichten net ganz soooo "anders"...
Genug davon. Faellt mir jetzt etwas schwer, eine gute Ueberleitung zu finden...
Morgen gehts nun also weiter. Richtung Sueden, nur net ganz so weit, wie ich es erst geplant hatte. Ich bin immer noch erkaeltet und hab es deswegen fuer vernuenftiger gehalten, dem tiefen Winter erstmal aus dem Weg zu gehen. Fahr morgen nach Puerto Madryn - 20 Stunden im Bus :). Hoffe, dass ich dort die Chance habe, Wale zu gucken und mit Seeloewen zu tauchen. Patagonien (wobei Puerto Madryn den noerdlichsten Zipfel darstellt) werde ich machen, wenn ich irgendwann im Sommer wiederkommen sollte ;).
Die letzten paar Tage ist net sonderlich viel passiert in BA. Ich war beim Friseur, was ein echter Akt war, dafuer aber mit umgerechnet 13 Euronen fuer nen Top-Friseur echt juenstitsch. Na, ihr wisst schon: Frauen und ihre Haare. Also, ich sehe jetzt net aus, wie Halle Berry in "Die another Day", aber mein schwuler Coiffeur hat mir vorne die Haare etwas zuuuuu kurz geschnitten, wodurch sie jetzt immer vom Kopp abstehen, wenn ich sie net an den selben festtacker. Ich nenn das jetzt einfach mal Kollateralschaden oder "Lost in Translation". Es waechst ja wieder und bis dahin trag ich halt Muetze. Hab mir uebrigens eine zweite gekauft - so eine mit Ohrenklappen und Bommel. Wenn ich wuesste, dass meine Eltern sowas tragen wuerden, dann wuerd ich fuer die auch welche importieren, weil die echt warm sind - so aus Lamawolle :). Aber vielleicht bring ich dem Erle eine mit...hihihi...
Nach meinem Exkurs in die Friseurwelt fernab der Heimat - eins muss ich ihm lassen, es war der schnellste Haarschnitt meines Lebens! - hab ich dann auch gleich mal das ansaessige Deutsche Krankenhaus ausprobiert. Alleine schon deshalb, um alle Huerden eines Auslandsaufenthaltes zu meistern. Der Name ist etwas irrefuehrend, dort spricht kein A... deutsch. Dafuer isses privat und die Preise sind ziemlich deutsch. Mal zur Aufklaerung: Eigentlich ist die medizinische Versordung in Argentinien gratis, wodurch sie vor allem in den Grenzregionen Probelme mit Krankenhaustourismus haben - oder wie man das nenne moechte. Hier stimmt ausnahmsweise mal die Weisheit, dass alles was umsonst ist, auch schlecht ist...Und da Genni BA in guter Erinnerung behalten moechte, hat se sich doch gleich mal ne Behandlung fuer mehr als nur nen feuchten Haendedruck geleistet. Ich hatte nix schlimmes, wollte nur endlich meinen Husten los werden. Damit taucht sichs net so gut...
Joa, und sonst keonnte ich euch mal von meinen Begegnungen mit anderen Reisenden hier im Lime House erzaehlen. Hier sind naemlich ganz schoen kuriose Typen unterwegs.
Fangen wir mal chronologisch an mit Jimmy. Jimmy heisst eigentlich James und ist bzw. war ein irischer Chefingenieur auf nem Schiff mit "four fucking stripes", wie er mir ungefaehr 10 mal erzaehlt hat, wodurch er, wenn der Kapitaen ausgefallen waere, ihn haette ersetzen duerfen. Er hat mir leider mehrere Dinge mehrmals erzaehlt - z.B. das Mombasa in Kenia liegt, was ich spaetestens seit der Begegnung mit ihm nie, nie wieder vergessen werde. Er war Ende 50 Anfang 60 und wie es sich fuer einen richtigen Iren gehoert, staendig betrunken. Und mit "staendig" meine ich staendig. Er hat mir irgendwann beim Fruehstueck mal erzaehlt, dass er wohl die eine Flasche Rum vom letzten abend nicht haette alleine trinken duerfen....Ich haette ihn wirklich gerne mal nicht betrunken erlebt, dann haette er bestimmt interessante Geschichten zu erzahlen gehabt. Nun ja, Jimmy wurde 5 mal beraubt, dreimal davon wurde ihm seine Kamera gestohlen, einmal das Messer, mit dem er sich haette verteidigen wollen. Beim letzten Raub hat er versucht mit einer Transe anzubandeln, die auf einer Bank in einem Park sass. Dabei hat er nicht beachtet, dass nicht nur der obere Teil der Bank besetzt war, sondern auch unter der Bank jemand lag. Und schwupps - die Kamera war wech. Er kann einem nur leid tun...Er hat z.B. eine Freundin auf Kuba. Als ich das Foto gesehen habe, hab ich versucht ihm vorsichtig zu erklaeren, dass das eine Nutte ist. Das hat er mir net geglaubt ( so nebenbei: es war sehr offensichtlich). Irgendwie hat sie Zugriff auf sein Konto...bzw. er schickt ihr immer nen ganz schoenen Batzen Kohle. Er hat mir erzaehlt, dass sie ihm gesagt hat, dass er net nach Kuba kommen darf, weil er sonst verhaftet wird (also, er wird ganz bestimmt net verhaftet, wenn er nach Kuba geht - wieso auch...), und jetzt hatta Angst, sie zu besuchen. Ich befuerchte, sie ertraegt fuer kein Geld der Welt mehr diesen armen, sturzbetrunkenen Jimmy. Er ist vor ca. drei Wochen weitergezogen Richtung Pazifik und hat seinen Rucksack hier eingelagert. Ich befuerchte, er weiss gar net mehr, dass der hier ist. Armer Jimmy.
Neben Alki-Freunden hab ich jetzt auch neue Drogen-Bekannte... (keine Angst, ich bin weit davon entfernt, so Zeug auszuprobieren). So Drogen sind hier ganz schoen in, weils so leicht ist, an sie ran zu kommen. Dadurch ist Suedamerika, genau wie uebrigens auch Suedostasien, natuerlich immer eine Reise wert fuer Personen, die z.B. Kokain verfallen sind. Oder so Halluzinogenen und so Zeuch. Tom z.B. war so ein Prachtkerl. Der kam aus Vancover, hat japanische Vorfahren und ich tue ihm noch einen gefallen, wenn ich ihn als Grumpy-Old-Man bezeichne. Um Ende 40, Kopf kahl geschoren, 5 Piercings im Gesicht (hab ihn net nach weiteren gefragt...), ne fette Schlange auf der linken Wade, auf der rechten etwas undefinierbares, im Nacken ein Plattenpiercing und drueber in japanischen Schriftzeichen "Free Spirit" taetowiert. Sich mit ihm zu unterhalten war ganz schoen anstrengend, weil er neben seiner keine andere Meinung akzeptiert hat. Der hat gerne mal die ein oder andere Nase genommen und nebenbei mal ganz gerne einen durchgezogen. Ich hab den nur high oder stoned erlebt und zum Schluss meinte er zu mir, dass er glaubt, dass er ein Problem hat...Von der Sorte sind mir hier einige begegnet, allerdings weniger einsichtig.
Dereck hat ne andere Story und wird nur erwaehnt, weil dem was echt beschissenes passiert ist. Dereck kommt aus Neuseeland, eigentlich issa Englaender. Also, vor ein paar Tagen fotografiert der so vor sich hin am Plaza de Mayo, als ihm ein Typ ueber den Weg laeuft. Die kommen ins Gespraech, es stellt sich heraus, dass der Typ aus Venezuela kommt. Sie verbringen den Tag miteinander, laufen son bisschen durch die Gegend in Puerto Madero, landen schliesslich in La Boca um etwas zu essen. Teilen sich ne Flasche Wein. Das naechste, woran sich Dereck erinnern kann, ist, dass er an dem Bankautomaten steht und zu dem Typen sagt: Hey, that´s my money. Dann hat er einen erneuten Flash-back im Internet Cafe neben unserem Hostal und dann issa am naechsten Tag nach ca. 24 Std. Schlaf in seinem Bett aufgewacht. Wie er von La Boca ins Lime House gekommen ist, weiss er net mehr. Nachdem er seinen Kontostand ueberprueft hat, musste er feststellen, dass ihn sein neuer suedamerikanischer Freund um 3000 Peso erleichter hat, bzw. 2100 Peso, denn 900 Peso hatte er in seiner Geldboerse. Joa, da hat ihm wohl jemand was in den Wein gemischt. Wohl so liquid Ecstacy Kram, oder so etwas. Und der Typ muss wohl nen Komplitzen im Restaurant gehabt haben, da Dereck ihn keinem Augenblick mit der Flasche allein gelassen hat. Jaja, und die Moral von der Geschicht? Traue keinem Fremden nicht! Oder wie?
Also, neben Suechtigen jeder Art und kleinen Naivlingen treffe ich natuerlich auch "normale" Menschen hier - aber da die "normal" sind, sind deren Geschichten net ganz soooo "anders"...
Montag, 22. Juni 2009
Día del Padre
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